Vorstoß Grunwalds zur Fährintegration nun in Königswinter konkret umgesetzt

19.05.2026

Die Integration der Königswinterer Rheinfähre in den Schienenersatzverkehr während der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke wird Realität: Künftig sollen gültige Tickets des VRS-Verbundtarifs, wie das Deutschlandticket, auch auf der Fähre zwischen Königswinter und Mehlem gelten. Damit wird ein Vorstoß des Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald MdL nun konkret umgesetzt.

„Mich freut besonders, dass aus der Idee jetzt ein Angebot für die Bürgerinnen und Bürger wird. Die Verkehrssituation mit Tunnelkette, Brückenneubauten und der Sanierung der rechten Rheinstrecke fordert uns alle heraus – hat aber auch gezeigt, dass wir neue Wege gehen müssen. Dass der Pilot jetzt bei uns startet, ist deshalb ein wichtiges Signal“, erklärt Grunwald.

Die Einbindung der Fähre soll während der Streckensperrung zwischen Unkel und Troisdorf ab Juli 2026 eine zusätzliche Verbindung über den Rhein schaffen. Fußgänger und Fahrradfahrer mit Deutschlandticket oder gültigem VRS-Ticket können die Fähre künftig ohne Zusatzkosten nutzen und so einfacher auf die linksrheinische Bahnstrecke ausweichen.

Mit Bedauern reagierte Grunwald darauf, dass das Angebot von den weiteren Fährbetreibern im Siebengebirge nicht angenommen wurde. Grundsätzliche Offenheit für eine spätere Einbindung bestehe jedoch weiterhin – möglicherweise auch auf Grundlage erster Erfahrungen und einer Evaluation des nun startenden Königswinterer Modells.

„Wenn das Modell gut angenommen wird, kann daraus weit mehr entstehen als eine Übergangslösung für die Zeit des Ersatzverkehrs. Wir werden künftig viel stärker lernen müssen, Infrastruktur gemeinsam zu denken – Schiene, Straße und Wasser nicht getrennt, sondern vernetzt. Deshalb bleibt ausdrücklich offen, wie eine Fortführung über die Dauer der Generalsanierung hinaus aussehen kann. Ich danke allen Beteiligten für die guten Gespräche und die Offenheit, dieses Experiment gemeinsam anzugehen“, so Grunwald abschließend.