Rechenschaftsbericht des Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald zur Aufstellungsversammlung für den Landtagswahlkreis 26 am 22. April 2026

17.07.2026

Liebe CDU-Mitglieder, am 22. April 2026 

seit vier Jahren darf ich unseren Wahlkreis in Düsseldorf als Ihr Landtagsabgeordneter vertreten. Vier Jahre, in denen wir Christdemokraten die Regierungsverantwortung in Düsseldorf tragen durften und insbesondere vor Ort in unseren Städten und Gemeinden viel bewegt haben. Vier Jahre, in denen ich mit großer Leidenschaft, Dankbarkeit und Demut mein Mandat als direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den südlichen Rhein-Sieg-Kreis ausüben durfte und zugleich als stellvertretender Vorsitzender unserer Kreispartei daran gearbeitet habe, dass die CDU auch auf kommunaler Ebene stark und erfolgreich bleibt. 

Was hat sich seitdem konkret getan und verändert?

Bei der Kommunalwahl konnten sich in meinem Wahlkreis mit Heike Jüngling in Königswinter, Philipp Herzog in Bad Honnef, Sven Schnieber in Meckenheim und Swen Christian in Wachtberg gleich vier neue Bürgermeisterkandidaten durchsetzen. Und auch unseren Vorsprung bei den Ratswahlen konnten wir deutlich ausbauen. Die kreisweit größten Zugewinne wurden in Bad Honnef +9,6 Prozent, Wachtberg +9,5 Prozent und Königswinter +8,2 Prozent erzielt. Als Vorsitzender der CDU Bad Honnef macht es mich zudem besonders stolz, dass wir in der #Adenauerstadt nach mehr als 20 Jahren endlich wieder den Bürgermeister aus unseren Reihen stellen. Das zeigt: Wenn wir geschlossen auftreten, engagiert arbeiten und den Menschen zuhören, wird unser Einsatz auch von den Wählerinnen und Wählern belohnt! 

Beste Bildung für die Zukunft unseres Landes 

In Düsseldorf setze ich mich als Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung, im Wissenschaftsausschuss, der Kinderschutzkommission sowie über zwei Jahre als Sprecher der Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“ dafür ein, dass Bildung und Aufstiegsgerechtigkeit keine Schlagworte bleiben und unsere Kinder beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben haben. 

Ein zentrales Anliegen meiner Arbeit war und ist die Bekämpfung des Lehrkräftemangels. Mit der Anhebung der Eingangsbesoldung auf A13 für alle Lehrkräfte und der Ausweitung der Lehramtsstudienplätze haben wir wichtige Schritte erreicht. Doch wir müssen den Lehrerberuf noch attraktiver machen, Quereinstiege erleichtern und die Qualität des Unterrichts weiter verbessern. 

Ebenso entscheidend ist die Stärkung der Basiskompetenzen – Lesen, Schreiben, Rechnen – sowie der kluge Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitaler Lerntechnologien. Ich bin überzeugt: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um individuelles Lernen zu ermöglichen und Bildung effizienter und gerechter zu gestalten. Mit dem Schulkompass 2030 verfolgt die Landesregierung hier eine klare Strategie. So werden die Leistungen von Schülerinnen und Schülern bis 2030 nachhaltig und gezielt verbessert. 

Gerade die Enquetekommission bot in den vergangenen zwei Jahren die Chance, hierzu konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Wir diskutierten dort nicht abstrakt, sondern praxisnah: Wie unterstützen wir Schulen in sozial herausfordernden Lagen? Wie nutzen wir KI und digitale Lernsysteme, um Schülerinnen und Schüler individueller zu fordern und zu fördern? Wie stärken wir die Deutschkenntnisse bereits vor der Einschulung? 

Eine Antwort auf diese Fragen geben die ABC-Klassen, die wir als verpflichtende Förderklassen im Jahr vor der Einschulung für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen einführen werden. 

Auch in meiner Funktion als Vorsitzender des Landesfachausschusses Schule und Bildung der CDU NRW setze ich mich dafür ein, wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unseres Bildungssystems zu bündeln und die aus CDU-Sicht wichtigsten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen leidenschaftlich zu kommunizieren, sodass sie in den Klassenzimmern, Kitas und Hochschulen spürbar werden. 

Politik lebt vom Dialog – meine Formate im Wahlkreis

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Politik nur dann nachhaltig erfolgreich ist, wenn sie auf Austausch und Bürgernähe setzt. Deshalb habe ich unmittelbar nach der Landtagswahl mehrere Dialogformate eingerichtet und auch über die letzten beiden Jahre konsequent fortgeführt und ausgebaut: 

  • Bürgersprechstunden im links- und rechtsrheinischen Teil des Wahlkreises – offen, niedrigschwellig und bürgernah (bislang ca. 35 Veranstaltungen) 
  • Schulpolitischer Dialog – Austausch mit Schulleitungen über Unterrichtsqualität, Lehrerversorgung und Digitalisierung (bislang sieben Veranstaltungen, zuletzt mit NRW-Ministerin für Schule & Bildung, Dorothee Feller in Bad Honnef) 
  • Bildungspolitischer Austausch – Vernetzung der kommunalen Bildungspolitikerinnen und -politiker aus dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis (bislang zwei Veranstaltungen, zuletzt im Januar 2026 in Siegburg) 
  • Jugend-Debatten-Format – Dialogangebot für junge Menschen (bislang vier Veranstaltungen, zuletzt im Juli 2025 in Wachtberg) 
  • Unternehmerlunch – Plattform für Mittelstand, um über Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Förderprogramme des Landes zu sprechen (bislang sechs Veranstaltungen, zuletzt im Februar 2026 mit dem parlamentarischen StS Thomas Jarzombek MdB in Königswinter) 
  • Drachenfelser Perspektive – mein jährliches Zukunftsforum zu den großen Fragen unserer Zeit mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft (bislang vier Veranstaltungen, zuletzt im Juni 2025 mit dem CEO der Deutschen Post Dr. Tobias Meyer in Wachtberg) 

Diese Formate sind mehr als Veranstaltungen – sie sollen Brücken zwischen Politik und Praxis schlagen. Sie schaffen Vertrauen, fördern Ideen und zeigen, dass Politik am besten dort wirkt, wo sie Menschen miteinander ins Gespräch bringt. 

Besonders freue ich mich, dass ich inzwischen mehr als 1.500 Besucherinnen und Besucher aus meinem Wahlkreis im Düsseldorfer Landtag begrüßen durfte. Ob Klassenfahrt, Betriebsausflug oder Seniorengruppe – so macht Politik Spaß und ist direkt erlebbar. 

Auch den Austausch mit Mitgliedern der Landesregierung haben wir konsequent fortgesetzt und intensiviert. Im südlichen Rhein-Sieg-Kreis konnten wir in den letzten beiden Jahren Bildungsministerin Dorothee Feller, Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen, Innenminister Herbert Reul, Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer, Wissenschaftsministerin Ina Brandes, Europaminister Nathanael Liminski, Sozialminister Karl-Josef Laumann, Kommunalministerin Ina Scharrenbach und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur begrüßen. Die Besuche zeigen, dass der südliche Rhein-Sieg-Kreis auf der politischen Landkarte Nordrhein-Westfalens fest verankert ist. 

Unterstützung für den südlichen Rhein-Sieg Kreis

Über 75 Millionen Euro sind seit meiner Wahl in den Landtag an Fördermitteln für Bad Honnef, Königswinter, Meckenheim, Wachtberg und Hennef zugesagt und verabschiedet worden – ein starkes Signal für Investitionen in Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur, Familien und Vereine. In den vergangenen Jahren unterstützte das Land u.a. bei der Sanierung der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Meckenheim (100.000 Euro) und des Menzenberger Stadions in Bad Honnef (2,4 Mio. Euro), der Modernisierung des Henseler Hofs in Wachtberg (900.000 Euro), bei der Neugestaltung der Rheinallee in Königswinter (7,4 Mio. Euro) sowie beim Umbau des Feuerwehrgerätehauses zu einem Dorfzentrum in Hennef-Söven (250.000 Euro). 

Mit den Steuermitteln erhalten wir Denkmäler, gestalten den öffentlichen Raum und modernisieren unsere Infrastruktur. Besonders freue ich mich über die Einrichtung einer neuen Schnellbuslinie von Meckenheim über Wachtberg und Bad Godesberg bis auf die rechte Rheinseite nach Ramersdorf, die Aufnahme von insgesamt vier Schulen aus Meckenheim und Königswinter in das Startchancen-Programm sowie die klare Unterstützung der Sanierung und des Neubaus von vier Bahnhöfen im südlichen Rhein-Sieg-Kreis. 

Als CDU stehen wir für kommunale Stärke und verantwortungsvolle Regierungsarbeit. Durch den NRW-Plan, dem größten Investitionspaket der Landesgeschichte, steht NRW bereit für Investitionen in Schulen, Kitas und Infrastruktur. Gemeinsam mit der historischen Entscheidung, jährlich eine Viertelmilliarde Euro zur Entlastung kommunaler Altschulden bereitzustellen, ist dies eine wertvolle Unterstützung für die finanzielle Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden. 

Meine Politik in Zahlen seit 2022

Besucher im Landtag: >1500  Fördergelder: 75 Mio.  Bürgersprechstunden: 35  Social Media: >1200 Beiträge und Reels auf Instagram und Facebook  Homepage: 418 Berichte und Pressemitteilungen auf der Homepage  Plenarreden: 24 

Fazit und Ausblick 

Die vergangenen Jahre waren intensiv, fordernd und zutiefst erfüllend. Ich durfte gestalten, vermitteln, debattieren und lernen.  Doch unsere Heimat steht vor großen Herausforderungen: Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftemangel, Digitalisierung, Infrastruktur, Klimaanpassung, gesellschaftlicher Zusammenhalt. Diese Aufgaben können wir nur gemeinsam meistern!  Ich möchte meine Arbeit als Landtagsabgeordneter fortsetzen, um genau dafür einzustehen: für eine starke, moderne und bürgernahe Landespolitik, die zuhört, erklärt und handelt.  Ich danke Ihnen allen für das Vertrauen, die Unterstützung und den offenen Austausch. Lassen Sie uns weiterhin mit Überzeugung und Leidenschaft daran arbeiten, dass die CDU die gestaltende Kraft im Rhein-Sieg-Kreis bleibt – nah bei den Menschen, klar in der Sache und fest verwurzelt in unseren christdemokratischen Werten von Solidarität, Subsidiarität und Personalität. 

Ihr

Jonathan Grunwald MdL