Grunwald erteilt SPD-Plänen zur Abschaffung von Haupt- und Realschulen klare Absage

08.02.2026
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Der Landtagsabgeordnete und CDU-Bildungspolitiker Jonathan Grunwald weist die Forderungen des NRW-SPD-Kandidaten Jochen Ott nach einer Abschaffung von Haupt- und Realschulen entschieden zurück. Der von Ott geforderte „radikale Umbau“ des nordrhein-westfälischen Schulsystems verkenne die Realität an den Schulen und gefährde bewährte Bildungswege.

„Die Abschaffung von Haupt- und Realschulen ist der falsche Weg. Diese Schulformen sind ein unverzichtbarer Bestandteil eines vielfältigen und leistungsfähigen Bildungssystems, das der Einzigartigkeit und Individualität unserer Kinder gerecht wird“, erklärt Grunwald, der auch Vorsitzender des Landesfachausschusses Schule und Bildung der CDU-Fraktion ist. Gerade in vielen Regionen Nordrhein-Westfalens leisteten Haupt- und Realschulen einen zentralen Beitrag zur Bildungsversorgung und zur Durchlässigkeit im System.

Mit Blick auf den sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel betont Grunwald die besondere Bedeutung praxisnaher Bildungsangebote: „Wir brauchen ein starkes und differenziertes Beschulungsangebot in der Sekundarstufe I, das junge Menschen gezielt auch auf die so wertvolle berufliche Ausbildung vorbereitet. Haupt- und Realschulen leisten hier seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit.“

Grunwald erinnert zudem daran, dass bereits heute alle Abschlüsse der Sekundarstufe I an Hauptschulen erworben werden können – vom Ersten Schulabschluss nach Klasse 9 über den Erweiterten Ersten Schulabschluss nach Klasse 10 bis hin zum Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife). „Diese Abschlüsse eröffnen alle weiteren Bildungswege – einschließlich der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen oder Berufskollegs. Wer etwas anderes behauptet, verunsichert Eltern und Schülerinnen und Schüler bewusst oder aus Unkenntnis.“

Die Vorstöße der SPD bewertet Grunwald daher deutlich kritisch: „Otts Rundumschlag gleicht einem hilflosen Verzweiflungsschlag. Er führt zu unnötiger Verunsicherung bei Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern und tritt das tägliche Engagement der tausenden Beschäftigten an Haupt- und Realschulen mit Füßen.“

Demgegenüber setze die CDU-geführte Landesregierung auf gezielte und substanzielle Reformen. „Mit dem Schulkompass 2030 und der Einführung vorschulischer ABC-Klassen stärken wir Chancengerechtigkeit und Bildungsqualität nachhaltig – ohne ideologische Experimente und ohne bewährte Schulformen zu opfern“, so Grunwald.

Abschließend warnt der CDU-Bildungspolitiker vor einem Rückfall in alte Denkmuster: „Gerade in Nordrhein-Westfalen haben ideologisch motivierte Schulversuche in der Vergangenheit großen Schaden angerichtet. Aus diesen Fehlern haben wir gelernt – Herr Ott offenbar nicht.“