Eine Region atmet auf: Zuständiger Ressortminister eröffnet Tunnelbaustelle und findet deutliche Worte vor Ort.

14.04.2026

Die langjährige Tunnelbaustelle der Bundesstraße 42 ist wieder freigegeben. Bei der Wiedereröffnung zeigte sich NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer kritisch. Der örtliche Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald hatte nach wiederholtem Reißen der Baustellen-Deadlines das Gespräch mit dem Minister gesucht und ihn gebeten, sich vor Ort ein persönliches Bild zu machen.

„Ich danke dem Minister für seinen Besuch und seine klaren Worte. Mir ist wichtig, dass wir aus den Fehlern dieser Baustelle für künftige Projekte die richtigen Lehren ziehen. Ob Bürger den Staat für handlungsfähig halten, zeigt sich kaum irgendwo deutlicher als bei großen Bau- und Sanierungsprojekten vor der eigenen Haustür. Klare Projektverantwortung, verbindliche Etappenziele und eine offene Kommunikation müssen selbstverständlich sein – erst recht, wenn täglich über 50.000 Menschen betroffen sind“, so der MdL.

Trotz Lieferengpässen, der geschützten Haselmaus sowie versteckter Mängel hinter den Fassaden des Tunnels fehlte zuletzt vielen Betroffenen das Verständnis für die Verdopplung der Bauzeit. Externe Faktoren spielen bei solchen Projekten immer eine Rolle. Dennoch wuchs bei Bürgerschaft, Mittelstand und Handwerk der Wunsch nach einer klaren Aufarbeitung und spürbaren Konsequenzen.

Minister Oliver Krischer sagte beim heutigen Baustellenbesuch, die Abläufe rund um diese Baustelle hätten die Erwartungen leider verfehlt. Stellvertretend für alle Verantwortlichen entschuldige er sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Belastungen. Er betonte an dieser Stelle, dass die höchste Priorität bei der Sanierung der Tunnelkette die Sicherheit der Menschen sei und nichts freigegeben werden kann, was den technischen Anforderungen nicht gerecht wird.