Deutschlandticket soll auf Rheinfähren in Bad Honnef und Königswinter gelten

30.01.2026

Mit der Trassensperrung der Bahnstrecke zwischen Unkel und Troisdorf im Zuge der Generalsanierung soll der Fährverkehr über den Rhein spürbar attraktiver werden, verkündet der Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald. „Das Deutschlandticket soll künftig auch auf der Bad Honnefer Fähre „Siebengebirge“ (Lohfeld – Rolandseck) sowie auf der Königswinterer Fähre in der Altstadt (Königswinter – Mehlem) gelten. Damit wird eine Idee Realität, die Grunwald vor einigen Monaten angestoßen und durch Gespräche mit Fährbetreibern, der Deutschen Bahn, dem Verkehrsverbund VRS und dem Zweckverband go.Rheinland vorangetrieben hatte. Die vertraglichen Gespräche mit den Fährbetreibern stehen kurz vor dem Abschluss.

„Dass aus einer Idee nun ein greifbares Angebot entsteht, freut mich außerordentlich. Wir machen die Region damit mobiler und stärken die Attraktivität des Öffentlichen Personenverkehrs auf Straße, Schiene und Wasser“, betont Grunwald. Ausgangslage für Grunwalds Vorstoß war ein Austausch mit dem Rheinbreitbacher CDU-Kommunalpolitiker Heinz Schmitz, bei dem die Verbesserung des grenzüberschreitenden Verkehrs auf der Tagesordnung gestanden hat. „Die Integration der Fähren ist auch für die Menschen aus Rheinbreitbach und Unkel eine gute Nachricht, denn schon jetzt besteht eine direkte Bus- und Fahrradanbindung von Rheinbreitbach zum Honnefer Fähranleger“, freut sich Schmitz.

Entlastung für die Region während der großen Bahn-Sperrung 2026

Hintergrund des Vorstoßes ist die für die zweite Jahreshälfte 2026 geplante, umfangreiche Sanierung des Schienenkorridors der Deutschen Bahn zwischen Unkel und Troisdorf. Während der mehrmonatigen Sperrung wird der rechtsrheinische Bahnverkehr weitgehend zum Erliegen kommen und ein Ersatzverkehr mit Bussen und zusätzlichen Straßenbahnen der Linie 66 eingerichtet.

Grunwald erklärt: „Die Integration der Fähren in das ÖPNV-System erweitert dessen Nutzen für die Menschen im südlichen Rhein-Sieg-Kreis und im nördlichen Rheinland-Pfalz erheblich. Die in fußläufiger Entfernung zu den Fähranlegern gelegenen Bahnhöfe Rolandseck und Mehlem auf der linken Rheinseite rücken somit enger an die rechte Rheinseite heran. Wer aus Bad Honnef oder Königswinter nach Köln oder Koblenz fahren möchte und im Besitz einer gültigen Netzkarte oder eines Deutschlandtickets ist, kann zukünftig auch linksrheinisch in die Bahn steigen – ohne ein zusätzliches Fährticket kaufen zu müssen.“

Unterstützung aus den Kommunen: Bürgermeister begrüßen Lösung

Auch die Bürgermeister der beiden Siebengebirgsstädte, Heike Jüngling aus Königswinter und Philipp Herzog aus Bad Honnef, begrüßen die zukünftige Neuerung ausdrücklich:

„Wir freuen uns über die Initiative und die konstruktiven Beratungen der beteiligten Akteure. Die umfassenden Arbeiten an Schienen und Bahnhöfen sind notwendig und überfällig. Zugleich ist klar, dass die Verkehrslage während der Sperrung höchst angespannt sein wird. Die Nutzung der Fähren wird eine zusätzliche Alternative schaffen und stärkt die vernetzte Mobilität der gesamten Region.“